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Warum wissenschaftlich fundierte Ziele notwendig sind, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen

pariser klimaabkommen

Autor: Tobias Schultz

Seit seiner Verabschiedung im Dezember 2015 haben mehr als 190 Länder das Pariser Klimaabkommen offiziell unterzeichnet. Viele haben seitdem Pläne vorgelegt, wie sie ihre Treibhausgasemissionen senken wollen.

Das Problem? Insgesamt reichen die vorgeschlagenen Reduktionen der Treibhausgasemissionen nicht aus, um das Ziel des Pariser Abkommens zu erreichen, den globalen Temperaturanstieg auf 2 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Stattdessen steuern wir auf einen Anstieg von fast 4 Grad Celsius bis zum Jahr 2100 zu.

Abgesehen von der offensichtlichen moralischen Verpflichtung, unseren Planeten für heutige und künftige Generationen zu erhalten, können und werden die Lieferanten und Kunden Ihres Unternehmens – ganz zu schweigen von Ihren eigenen Geschäftsabläufen – in vielerlei Hinsicht vom Klimawandel betroffen sein. Die globale Erwärmung bedeutet eine Welt mit immer größerer Unsicherheit entlang der Lieferketten, da steigende Meeresspiegel, Dürren und andere klimabedingte Umstände die Produktion und insbesondere die Landwirtschaft zu beeinträchtigen drohen.

Denken Sie an die Auswirkungen der aktuellen Dürre in Kalifornien, wo Landwirte entweder mehr Geld für Wasser ausgeben oder einen Teil ihrer Anbaufläche brachliegen lassen müssen. Die eine Option belastet den Geldbeutel der Landwirte, die andere stört direkt die Lieferketten der Abnehmer. Oder wenn Sie als Hersteller in einem Land wie China tätig sind, werden die Prognosen von Experten, wonach es künftig vermehrt zu extremen Wetterereignissen kommen wird, ebenfalls verheerende Auswirkungen auf Ihre Lieferketten haben.

Wie können wir Maßnahmen zur Schadensminderung entwickeln, um Probleme dieser Größenordnung anzugehen?

Glücklicherweise haben Klimawissenschaftler einen umfassenden und glaubwürdigen Fahrplan vorgelegt, der in Berichten des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimawandel (IPCC) und des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) veröffentlicht wurde. In jedem dieser Berichte wird dargelegt, in welchem Umfang die Emissionen gesenkt werden müssen, um das Klima unterhalb der 2-Grad-Marke zu stabilisieren.

Wald
 

Eine Gruppe von Unternehmen hat diesen Prozess bereits durch die Einführung der „Science Based Targets“-Initiative (SBT) in Gang gesetzt. Diese Unternehmen haben sich öffentlich zu Reduktionszielen verpflichtet, die mit dem 2-Grad-Ziel vereinbar sind.

Wenn Sie für Ihr eigenes Unternehmen ein wissenschaftlich fundiertes Ziel festlegen möchten, muss dieses mit einer Reduzierung der CO₂- und Methanemissionen um jeweils 50 Prozent sowie einer Verringerung des Rußausstoßes um 80 Prozent bis zum Jahr 2035 im Einklang stehen. Je nach Art Ihres Unternehmens sollten Sie möglicherweise ehrgeizigere Schritte in Richtung branchenspezifischer Ziele unternehmen. So tragen beispielsweise Stromerzeuger, einschließlich öffentlicher Versorgungsunternehmen, eine größere Verantwortung für die Reduzierung der CO2-Emissionen, während die Landwirtschaft deutlich höhere Ziele zur Methanreduzierung erfüllen muss.

Diese Bemühungen bringen sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich. In meinem nächsten Beitrag werde ich näher auf die Einrichtung von SBTs für Ihr Unternehmen eingehen und einen Überblick über die Emissionen der Kategorien 1, 2 und 3 geben. In meinem abschließenden Beitrag werde ich erläutern, warum die Einbeziehung von Emissionsminderungszielen für kurzlebige Klimaschadstoffe entscheidend ist, um die Glaubwürdigkeit Ihrer unternehmensweiten Nachhaltigkeitsplattform zu sichern. Schauen Sie nächste Woche wieder bei TriplePundit vorbei, um den zweiten Teil zu lesen.

Bei Fragen oder Anmerkungen zum Blog kontaktieren Sie uns noch heute.