F – Wie erhalte ich eine HACCP-Zertifizierung?
A – Die Teilnahme an einem HACCP-Schulungskurs führt nicht zu einer „Zertifizierung“ des Teilnehmers. Den Teilnehmern wird nach Abschluss des Kurses eine „Teilnahmebescheinigung“ (oder Abschlussbescheinigung) ausgestellt. Wenn Sie einem Auditor oder behördlichen Inspektor Ihre ausgestellte Teilnahmebescheinigung für den 16-stündigen HACCP-Kurs vorlegen können, erfüllen Sie damit die Schulungsanforderungen für Audits durch Dritte, einschließlich GFSI-Programmen wie SQF, BRCGS, PrimusGFS usw.
F: In welchem Zusammenhang stehen die guten Herstellungspraktiken (cGMP) mit HACCP?
A – GMPs sind Ziele hinsichtlich Lebensmittelsicherheit und -qualität, die in Titel 21 des Code of Federal Regulations, Teil 117 – Unterabschnitt B, veröffentlicht sind. Das „c“ in cGMP steht für „current“ (aktuell) und weist darauf hin, dass es sich um die neuesten Standards handelt. GMPs beschreiben die Methoden, Anlagen, Einrichtungen und Kontrollmaßnahmen für die Herstellung verarbeiteter Lebensmittel. Fünf Schlüsselelemente, die oft als die 5 P’s der GMPs bezeichnet werden – Personen, Räumlichkeiten, Prozesse, Produkte und Verfahren (oder Dokumentation). Und wenn alle fünf gut umgesetzt werden, gibt es ein sechstes P… Profit! Zu den GMP-Richtlinien gehören unter anderem Qualitätsmanagement, Hygiene und Sauberkeit, Gebäude und Anlagen/Räumlichkeiten, Ausrüstung, Rohstoffe sowie Personal. GMPs sind Teil der grundlegenden Programme, die als „Prärequisite Programs“ (Voraussetzungsprogramme) bezeichnet werden und HACCP-basierte Managementsysteme für Lebensmittelsicherheit unterstützen.
F – Was sind Standardarbeitsanweisungen (SOP)?
A – Anweisungen bzw. Vorgehensweisen werden durch schriftliche Standardarbeitsanweisungen (SOPs) geregelt. Eine SOP sollte verfahrensorientiert und in ihrem Anwendungsbereich eng gefasst sein, damit sie leicht zu befolgen ist. Die Nummerierung der Verfahren sollte mit der Nummerierung der Korrekturmaßnahmen übereinstimmen.
F – Was ist ein SSOP?
A – Standardarbeitsanweisungen für die Hygiene (Sanitation Standard Operating Procedures – SSOPs) sind die spezifischen, schriftlich festgelegten Verfahren, die erforderlich sind, um hygienische Bedingungen im Lebensmittelbetrieb zu gewährleisten. Sie umfassen schriftliche Anweisungen für die Reinigung und Desinfektion, um eine Verunreinigung der Produkte zu verhindern. SSOPs dienen in erster Linie als Leitfaden und Orientierung für Vorgesetzte, die Geschäftsleitung, Aufsichtsbehörden und Auditoren, nicht unbedingt für die Mitarbeiter. Ein SSOP ist ein wesentlicher Bestandteil eines Lebensmittelsicherheitsplans. Es kann sich um eine eigenständige Verfahrensanweisung oder um ein Vorraussetzungsprogramm (PP) handeln. Es muss aktualisiert werden, sobald sich Prozesse oder die verwendeten Chemikalien ändern. Es sollte jährlich zusammen mit dem Lebensmittelsicherheitsplan überprüft werden.
- Ein SSOP kann für Folgendes erstellt werden:
- Ein Gerät
- Mehrere Anlagen in einem Prozess
- Ein Umweltbereich
- Als Gesamtkonzept für die Hygiene in der gesamten Anlage.
Frage: Wann läuft mein HACCP-Zertifikat ab?
A – Esgibt keine behördlichen Vorschriften (FDA/USDA) hinsichtlich des Zeitraums, aber in der Branche wird empfohlen, alle drei Jahre eine Schulung zur Lebensmittelsicherheit zu absolvieren. Wenn Sie bereits eine HACCP-Schulung absolviert haben und seitdem drei Jahre vergangen sind, könnten Sie eine andere Schulung zur Lebensmittelsicherheit absolvieren, die Ihre Arbeit ergänzt. Gibt es neue Entwicklungen, wie beispielsweise die FSMA-Vorschriften, die für Ihre Tätigkeit gelten, dann wird empfohlen, sich durch entsprechende Schulungen auf dem Laufenden zu halten. Alle GFSI-Programme (d. h. SQF, PrimusGFS, BRCGS usw.) schreiben eine HACCP-Schulung alle fünf Jahre vor.
Frage: Müssen Spirituosenhersteller die FSMA-Vorschriften zu präventiven Kontrollmaßnahmen einhalten?
A – Hersteller (Brennereien) von alkoholischen Getränken sind von dieser Vorschrift ausgenommen. Sofern Sie keine Lebensmittel für den menschlichen Verzehr verarbeiten, herstellen oder verpacken, gilt diese Vorschrift der FDA nicht für Sie. Wenn Sie Ihre essbaren Abfälle jedoch an Tierfutterbetriebe weiterleiten, kann Ihr Unternehmen von der FSMA betroffen sein.